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Tulla-Gymnasium

Aktuelles

Veranstaltungen:

 


Mi. 11.09.2019 07:50 Uhr Wiederbeginn des Unterrichts
(Klassen 6 -10 nur bis 13 Uhr)
Do. 12.09.2019 14:30 Uhr Empfang der neuen Fünftklässler in der Aula, anschließend Einführung durch die Klassenlehrer
Fr. 13.09.2019 8:00 Uhr Eröffnungsgottesdienst in der
Zwölf-Apostel-Kirche (Frau Rapp/Herr Schäfer)
Do. 19.09.2019 19:30 Uhr Pflegschaften der Klassen 5, 8, 9 und KS1
Fr. 27.09.2019 ab 5. Stunde Kollegenausflug
(unterrichtsfrei nur für Klassen teilnehmender Lehrer)
Di. 01.10.2019 19:00 Uhr AbiBac-Elternabend für die Klasse 10a
    19:30 Uhr Pflegschaften der Klassen 6, 7, 10 und KS2
Fr. 04.10.2019   beweglicher Ferientag
Fr. 11.10.2019   Schulfest
 
Ereignisse:
 

Ferienkurse am Tulla-Gymnasium Rastatt ein voller Erfolg

Schon seit nunmehr fünf Jahren bietet das Tulla-Gymnasium für die Klassenstufe 10 und die Jahrgangsstufe 1 Ferienkurse in den Fächern Mathematik und Englisch an. Unterricht in den Ferien – ist das kein Widerspruch?
Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, erwies sich auch in diesem Jahr wieder als Erfolgskonzept.

Etliche Schüler der beiden Jahrgänge kamen in der letzten Ferienwoche freiwillig zusammen, um sich in Kleinstgruppen von 5-6 Schülern gemeinsam fit zu machen fürs kommende Schuljahr. Unterrichtet werden die Schüler von Studenten der Universität Karlsruhe, die selbst dadurch wiederum Erfahrungen für ihr Lehramtsstudium sammeln können. Also ein Win-Win-System! Der Unterrichtsstoff wird dabei zuvor mit den Lehrern des Tulla-Gymnasiums abgesprochen, so dass zielgerichtet gefördert werden kann. Die geringe Gruppengröße bietet den Studenten die Möglichkeit, die Probleme, die das Fach Mathematik für Schülerinnen und Schüler mit sich bringen kann, schnell zu erkennen und individuell zu lösen. Im Fach Englisch kann dank der kleinen Gruppe sehr viel gesprochen und geübt werden, was den Wortschatz und die Grammatikkenntnisse festigt. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren bislang durchweg positiv: Sie betonen vor allem, dass man in der kleineren Gruppe mit Gleichgesinnten arbeiten könne und nach der langen Ferienzeit viel besser in den Schulalltag der ersten Schulwoche hineinfinde.

Fazit: Auch Unterricht in den Sommerferien kann Spaß machen!

 

Juniorwahl zur Europawahl 2019:
Tullaner wählen die Grünen zur stärksten Kraft

Am Montag, den 20.05.2019 und am Dienstag, den 21.05.2019 gaben insgesamt 264 Tullanerinnen und Tullaner ab der Klassenstufe 9 im Rahmen der bundesweit durchgeführten Juniorwahl ihre Stimme ab. Die originalgetreue Wahlsimulation stieß auf Seiten der Schülerinnen und Schüler auf eine sehr positive Resonanz, was die hohe Wahlbeteiligung von 86 Prozent bestätigt.
Bei der Auszählung der Stimmen konnten die Grünen mit 42,5 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt mit einem deutlichen Abstand von der SPD mit 14,9 Prozent der Stimmen.

Parallel zu den Europawahlen 2019 nahmen insgesamt 617.678 Jugendliche an bundesweit über 2700 Schulen an der diesjährigen Juniorwahl teil. Aus Baden-Württemberg beteiligten sich 317 Schulen an diesem Projekt.

Hier das Gesamtergebnis der Juniorwahl:

 

Grotesker Blick in menschliche Abgründe "Der Besuch der alten Dame":
Tulla-Theater trägt Dürrenmatts pechschwarzem Humor Rechnung und erhält lang anhaltenden Beifall

Von Xenia Schlögl Rastatt

"Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat", sagte ein Meister des schwarzen Humors, der Dramatiker Friedrich Dürrenmatt. Seine hintersinnige Tragikomödie "Der Besuch der alten Dame" brachte das Tulla-Theater auf die Bühne. Was würde geschehen, wenn ein Mensch einem Dorf und seinen Bewohnern eine Milliarde für den Mord an einem Mitbürger böte? Dürrenmatt treibt sein Stück bis zur Groteske, lässt die Zuschauer lachen und gleichzeitig in die menschlichen Abgründe blicken. Ein komplexer Stoff für eine Schultheater-AG. Martina Kaltenbach, Deutschlehrerin am Tulla-Gymnasium und verantwortlich für die Inszenierung, fand in Neuntklässlerin Klara Müller die ideale Besetzung für die Hauptfigur der unversöhnlichen und auf Vergeltung bedachten Claire Zachanassian. Mit ihrer erstaunlichen Schauspielleistung trug sie das Theaterstück über manch dramaturgische Klippe und überzeugte das Publikum durch ihre Ausdruckskraft. Ihre Figur Claire kommt als reichste Frau der Welt nach 45 Jahren zurück in ihr Heimatdorf. Körperlich durch einen Unfall versehrt und an einem Stock gehend, will sie sich an Alfred Ill rächen, der sie einst schwängerte und die Vaterschaft in einem Prozess leugnete. Mit Schimpf und Schande musste sie damals den Ort Güllen verlassen. Aron Fast spielte diesen ehemaligen Geliebten, der in der Zwischenzeit die Tochter des Ladenbesitzers geheiratet hat und ein respektierter Bürger geworden ist. Bald soll er der neue Bürgermeister des einst prosperierenden Orts werden. Mit kreativen Ideen sorgte das Tulla-Theater für das Bühnenbild. Die reduzierte Kulisse stellte passend den heruntergekommenen Ort dar. Der Bahnhof, einer der zentralen Plätze der Handlung, wurde visualisiert durch einen Bahnhofsmitarbeiter (Janka Bargmann) mit Kelle und Mütze, die Zuggeräusche kamen vom Band, hier zeichnete die Technik AG des Gymnasiums verantwortlich. Zwei Darstellerinnen mit Zweigen in den Händen symbolisierten Bäume, unter denen Claire und Alfred über die Vergangenheit sinnierten und zu unterschiedlichen Erkenntnissen kamen. Dürrenmatts Claire unterbreitet den Bewohnern ein unmoralisches Angebot: 500 Millionen für das Dorf und nochmals 500 Millionen verteilt auf alle Einwohner für den Mord an Alfred Ill. Entrüstet lehnen der Bürgermeister (Selen Akbulut), der Lehrer (Nathalie Tschierske) und der Pfarrer (Svea Kaspryk) ab und berufen sich auf ihre Moral und das humanistische Erbe. Doch die alte Dame weiß um die menschliche Verführbarkeit. Als sie beginnt, den Bewohnern finanzielle Geschenke zu machen, bröckelt der Widerstand, und am Ende wird ihr Wunsch in Erfüllung gehen. Dennoch geht Claire nicht als Siegerin vom Platz. Menschen, die bereit sind, für den Konsum zu töten ohne Gewissensbisse: Das Tulla-Theater hat das grotesk übertriebene Theaterstück nachvollziehbar dargestellt und dem pechschwarzen Humor Dürrenmatts Rechnung getragen. Die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe neun bis Kursstufe eins hatten sich seit Schuljahresbeginn intensiv mit dem Stück auseinandergesetzt. Alle Darsteller wurden am Ende der Aufführung mit lang anhaltendem Applaus der zahlreichen Mitschüler und Zuschauer bedacht. Es spielten unter anderem Felix Tiede, Tamara Matity, Josephine Roth, Paula Linero, Silke Herp, Caroline Zöller, Felix Wunsch und Berivan Akpur.

Xenia Schlögl (BT, 14.05.2019)

 

Juniorwahl zur Europawahl 2019: Tullaner sind wieder dabei!

„kyllä“, „oui“, „ja“, „da“, „ja“, „tak“, „ja“, „ja“, „ne“, „ano“, „ja“, „yes“, „ne“, „j?“, „sí“, „sì“, „áno“, „jah“, „taip“, „oui“, „ja“, „??“, „ja“, „sim“, „igen“, „iva“, „da“, „yes“, - nicht nur die Wahlberechtigten der 28 EU-Mitgliedstaaten können zu den Europawahlen am 26. Mai 2019 „Ja“ sagen, sondern auch die Schülerinnen und Schüler des Tulla-Gymnasiums. Sie nehmen an der bundesweit durchgeführten Juniorwahl teil und geben Europa ihre Stimme! Am Montag, den 20.05.2019 und am Dienstag, den 21.05.2019 erleben die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 Demokratie hautnah, denn wie bei der „echten“ Europawahl geht es mit Wahlbenachrichtigung und Personalausweis an die Wahlurne. Neben der Motivation, mitentscheiden zu dürfen, soll durch die originalgetreue Wahlsimulation vor allem die Begeisterung und das Interesse an Politik bei den Jugendlichen vertieft werden. Zudem erhalten die Juniorwähler die Möglichkeit, sich in die aktuellen Diskussionen um die Europäische Union einzumischen. Das Interesse der Tullaner ist bereits entfacht: „Die Junior-Europawahl halte ich für sehr wichtig, gerade um das Interesse von uns Jüngeren für die Politik zu wecken. Schließlich werden in der europäischen Politik die Entscheidungen gefällt, die unsere Zukunft und die ganz Europas bestimmen." (Schüler der 10. Klasse). Damit die Schülerinnen und Schüler sich für ihren Wahlgang gut vorbereitet fühlen, standen in den letzten Schulwochen im Politikunterricht Fragen wie: „Warum wählen gehen?“, „Welche Aufgaben hat das EU-Parlament?“, „Wie wird EU-Politik gemacht?“ auf dem Stundenplan. Auch an den Informationsständen im Schulhaus, die unter dem Motto „Rund um die Europawahlen 2019“ gestaltet wurden, erhalten die Schulklassen einen vertiefenden Einblick in die europäische Politik. Ihr neugewonnenes Wissen können die Schüler aber nicht nur beim Urnengang anwenden, sondern auch beim schulinternen Quiz, das die Jungwähler anregen soll, sich mit dem Themenbereich „Europa“ auseinanderzusetzen. Insgesamt nehmen an der Europa-Juniorwahl über 650.000 Jugendliche an 2753 Schulen teil. Das Tulla-Gymnasium führt zum zweiten Mal eine Juniorwahl durch. „Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler nach der ersten Juniorwahl am Tulla anlässlich der Bundestagswahl 2017 war für uns klar: Wir machen wieder mit und ermöglichen unseren Jungwählern das Üben und Erleben von Demokratie hautnah. Die Juniorwahl ist eine tolle Möglichkeit, um die Politik in die Schule zu holen“, freuen sich die Gemeinschaftskundelehrerinnen Frau Oppermann-Fischer und Frau Reinhard, die die Juniorwahl am Tulla betreuen, auf das bevorstehende Ereignis. Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich schon mehr als 3 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland gehört. Das Ergebnis der Juniorwahl wird am Wahlsonntag, dem 26. Mai 2019, auf der Internetseite www.juniorwahl.de bekannt gegeben.

I. Oppermann-Fischer / B.-S. Reinhard

 

Ernährungstage 2019 am Tulla-Gymnasium

Zwischen Hektik und Genuss

In der Pause wird schnell mal in die Chipstüte oder zu Süßigkeiten gegriffen, um den Hunger vorerst zu stillen. Dabei können gesunde Snacks und ein nahrhaftes Mittagessen so einfach zubereitet werden, wie Ernährungsreferentin Regina Wemmert den Schülern des Tulla-Gymnasiums unter Beweis stellte. Anlässlich der landesweiten Ernährungstage unter dem Motto „Zwischen Hektik und Genuss“ gab es für die Tullaner in den Pausen leckere Kostproben eines Coucous-Salats, den sich jeder selbst zusammenstellen konnte.

Über die sehr positive Resonanz der Schüler und Lehrer freute sich auch Thomas Weil, der die Besuche der Ernährungsreferenten koordiniert. „Das nächste Mal machen wir in der Pause keinen Kuchenverkauf, sondern bieten auch diesen Salat an“, hörte man die Schüler planen. Weitere leckere Rezepte und Informationen zu Produkten aus der Region wurden an die Schüler ebenfalls verteilt, um die Nachhaltigkeit der Aktion zu stärken.



 

Weihnachtskonzert 2018

Die Kinder ziehen schnell ihre Zuhörer in den Bann und spielen das witzige Musical „Drei Diebe aus Jerusalem“

Tulla-Gymnasium spendet an Syrienhilfe

Da leuchteten die Augen der Eltern, Lehrer und Mitschüler – und am Ende gab es in der proppenvollen Aula des Tulla-Gymnasiums tosenden Applaus für die vielen jungen Akteure, die mit ihrem Weihnachtskonzert auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt haben. Die Schüler ließen traditionelle und moderne Weihnachtslieder erklingen und führten das Weihnachtsmusical „Drei Diebe aus Jerusalem“ auf. Mitwirkende waren die Klassen fünf bis neun, die Tulla-Voices und die beiden Musikkurse der Kursstufe zwei. Musiklehrerin Petra Föhr-Floreani hatte das Konzert in den vergangenen Wochen intensiv vorbereitet und begleitete ihre Schüler am Flügel. Es dauerte nur wenige Sekunden, da hatten alle Mitwirkenden mit ihrer Eröffnung die Zuhörer in ihren Bann gezogen.

 

Mit dem Gospelsong „Sing With The Angels“ zauberte der Chor eine Vorweihnachts-Stimmung in die Aula, die den gesamten Abend über anhielt. Unterstützt von Gesangssolisten, einmal auch von Flötisten, sangen die Schüler im Lauf des dreistündigen Abends traditionelle Weihnachtslieder wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“, „Alle Jahre wieder“ oder „Oh du fröhliche“, aber auch die modernen Songs „Jingle Bell Rock“, „Marys Boychild“, „This Little Light Of Mine“ und „Come And Blow“.
Ein diebisches Weihnachtsvergnügen um drei „Langfingerlein“ erwartete die Zuschauer beim witzigen Weihnachtsmusical „Drei Diebe aus Jerusalem“, das von Mitgliedern der „Tulla-Voices“ mit großer Spiel- und Sangesfreude auf die Bühne gebracht wurde. Hauptfiguren waren die drei scheinheiligen „Könige der Diebe“, Moshe (Marc Peters), Simeon (Julius Schwaiger) und Gideon (Leon Siegel), die auf dem Markt von Jerusalem ihr Unwesen treiben. Als die drei hören, dass in Bethlehems Stall ein Neugeborenes reich beschenkt wurde, wollen sie das hilflose Kind ausrauben. Doch ganz so „babyleicht“ wird das nicht. Besser gesagt, es klappt überhaupt nicht. Denn das Christkind zu berauben bringen sie nicht übers Herz. In weiteren Rollen gefielen Celine Adrelean (Witwe), Klara Göpfrich (Bettlerin), Lea Habich und Fabrice Heinrich (Käsehändler).
Nach der Pause berichtete Schulleiterin Andrea Rösch, dass in diesem Jahr beim Sponsorenlauf „Tulla läuft“ die Rekordsumme von 7 400 Euro erlaufen wurde. Die beiden Spenden in Höhe von jeweils 3 700 Euro übergab sie an die „Vereinigung der Freunde des Tulla-Gymnasiums“ und den Verein „Syrienhilfe“. Tief berührt von den Beiträgen und dem Engagement der Schüler, schilderte Vereinsvorsitzender Karsten Malige mit ergreifenden Worten die von Terror, Gewalt und Leid geprägte Situation im Bürgerkriegsland Syrien und berichtete über die humanitäre Hilfe, die der Verein dort und auch in den Nachbarländern seit Jahren leistet. Ganz im Zeichen von Frieden und Mitmenschlichkeit stand auch das weitere Programm. Nach modernen Weihnachtsliedern, die Schüler der Klassen neun und der Musikkurse K2 sangen, setzten die „Tulla-Voices“ mit „Children Of The World“, „Wir wollen Frieden“ und „The Lord Bless You An Keep You“ ein deutliches Signal. Die aus Syrien stammende Siebtklässlerin Fawzia Naserallah sang ein syrisches Volkslied, bevor sich der große Chor und sieben Solisten mit Bob Geldofs „Band Aid“-Benefiz-Klassiker „Do They Know It’s Christmas Time“ und der Zugabe „Feliz Navidad“ vom Publikum verabschiedeten.

Ralf Joachim Kraft (BNN, 22.12.2018)

 

Sie wollen Helden bleiben
Abiturfeier am Tulla-Gymnasium Rastatt Rastatt (swa)

Am Samstag hatte das Warten auf den langersehnten Höhepunkt nach den Abiturprüfungen für 91 Schüler des Tulla-Gymnasiums endlich ein Ende: Sie bekamen ihre Zeugnisse überreicht und feierten unter dem Motto "Abilymp - Auch Götter müssen einmal gehen" Abitur in der festlich geschmückten Altrheinhalle Plittersdorf. Die Abi-Band sorgte für eine gelungene musikalische Umrahmung und zauberte den ganzen Abend tolle Darbietungen auf die Bühne. Schulleiterin Andrea Rösch würdigte neben den Leistungen der Abiturienten auch den großen Anteil der Lehrer und Eltern am Erfolg. Die Abiturienten hätten weit mehr Fähigkeiten entwickelt, als es sich mit Notenpunkten ausdrücken ließe - vor allem, was das soziale Engagement anbelange. Die Direktorin gab den scheidenden Schülern ein Wort von Aristoteles mit auf den Weg: "Wo deine Talente und die Bedürfnisse der Welt sich kreuzen, dort liegt deine Berufung."
Bürgermeister Arne Pfirrmann wünschte den Abiturienten, dass sie mutig an Neues herangehen und weiterhin entdeckungsfreudig bleiben würden.
Elternbeiratsvorsitzende Kerstin Kuklok erörterte aus Sicht der Eltern einige Disziplinen, die sich die Schüler angeeignet haben und ließ ihre Rede mit dem Gedicht "Schule" von Heinz Erhardt enden, welches den Erfolg in der Schule sowie im Leben thematisiert. Thomas Schäffer, Vorsitzender der Vereinigung der Freunde des Tulla-Gymnasiums, wünschte den Abiturienten viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg.

Fünf Schülerinnen erhielten im Rahmen des Abi-Bac-Zugs neben der deutschen auch die französische Hochschulreife - genannt "Baccalauréat".

Im Anschluss wurden Preise des Fördervereins für besonderes soziales Engagement an der Schule verliehen. Big-Band: Tamara App, Leonie Östermann, Anne Stephan, Maximilian Meyer, Lukas Tasch, Lea Langendörfer und Pia Weber. Schülerbibliothek: Anne-Marie Hozdeczky. Theater AG: Fabian Thomas, Lukas Tasch und Kristofer Schok. Schüler für Schüler: Laura Anselm, Mercedes Beck, Susanne Buchter, Lena Hauns, Kristin Stegmüller und Luisa Freiin von Oeynhausen freuen. Schulsanitätsdienst: Lea Flum, Gamze Can, Isabell Knapp und Denise Igel. SMV: Lena Dreher und Lukas Tasch.

Es folgten die Preise, die vom Tulla-Gymnasium selbst für hervorragende Leistungen verliehen werden. Im Fach Bildende Kunst erhielten Angela Droll und Emma Unser einen Preis. Im Fach Latein ging er an Julia Lang. Die Preise für allgemeine hervorragende Leistungen mit einem Abiturschnitt bis 1,4 gingen an: Laura Allerborn, Oliver Babic, Pia Binder, Janina Bytyqi, Celine Kistner, Hannah Münster, Saskia Schillinger, Timo Stoll und Emma Unser.

Schließlich wurden noch einige Stiftungspreise vergeben. E-fellows.net Online-Stipendien für ein herausragendes Abitur von mindestens 1,5 erhielten: Celine Kistner, Laura Allerborn, Timo Stoll, Hannah Münster, Oliver Babic, Pia Binder, Emma Unser, Janina Bytyqi, Angela Droll, Eva Schoch und Nick Eckhardt. Der Hermann-Herbstreith-Preis für hervorragende Leistungen in Mathematik und Physik ging an Timo Stoll. Den Heribert-Walter-Preis für hervorragende Leistungen in den modernen Fremdsprachen erhielten Hannah Münster und Pia Binder. Der Evelyn-Winter-Preis für besonderes soziales Engagement ging an Mercedes Beck. Den Hermann-Maas-Preis der evangelischen Landeskirche sowie den Friedrich-Gantner-Sprach-Preis des Rotary-Clubs Baden-Baden-Merkur für hervorragende Leistungen in den Sprachen bekam Saskia Schillinger überreicht. Über den ökumenischen Schulpreis durfte sich Timo Stoll freuen. Den DMV-Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung sowie den Ferry-Porsche-Preis in Physik und Mathematik erhielt Celine Kistner. Preise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft durften Celine Kistner, Laura Allerborn, Jonas Herm und Timo Stoll entgegen nehmen. Letzterer erhielt auch den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Die Franz-Schnabel-Medaille für besondere Leistungen im Wahlkernfach Geschichte ging an Janina Bytyqi, während der Scheffelpreis für hervorragende Leistungen in Deutsch Laura Allerborn zuerkannt wurde.
Die Scheffelpreisträgerin ließ die Zeit von der Einschulung am Tulla-Gymnasium bis zum Abitur auf amüsante Art und Weise Revue passieren und orientierte sich dabei thematisch stets am diesjährigen Abimotto. Sie kam zu dem Resümee, dass die Abiturienten weiterhin Helden bleiben und ihr Bestes geben müssten.

(BT, 09.07.2018)

 

Mit Courage gegen Rassismus

Rastatter Tulla-Gymnasium erhält Prädikat nach zweijähriger Projektarbeit 

Rastatt (fuv) - Seit gestern schmückt das Prädikat "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" das Rastatter Tulla-Gymnasium. Nach zweijähriger Projektarbeit nahm die Schülermitverwaltung (SMV) im Rahmen des Sponsorenlaufs "Tulla läuft" und des Schulsportfests auf dem RTV-Gelände das Antirassismus-Zertifikat entgegen.

Das Projekt "Schule ohne Rassismus" wurde 1995 in Deutschland gegründet. Mittlerweile ist das Courage-Netzwerk das größte Schülernetzwerk Deutschlands, wie der Landeskoordinator von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Stephen Reichstein, bei der Zertifikatsübergabe betonte. 2500 Schulen und rund 2,5 Millionen Schüler bekennen sich zu Toleranz und gesellschaftlicher Vielfalt und verpflichten sich, gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen. Dies geschieht mit entsprechenden Projekten.

Wie die Schulsprecherinnen Lena Sperrfechter und Merve Sahin im BT-Gespräch erzählten, habe die SMV von dem Courage-Projekt gehört und beschlossen, mitzumachen. "Wir erleben am Tulla tagtäglich ein vielfältiges kulturelles Miteinander", stellte Merve Sahin gestern in ihrer Ansprache vor den Schülern fest. Mit einer Umfrage zur kulturellen Vielfalt an dem Gymnasium startete die SMV den Weg des Tullas zur Courage-Schule. Das Ergebnis der Umfrage: 40 Nationalitäten und 20 Sprachen tummeln sich am Tulla-Gymnasium. "Wir sind auf allen Kontinenten vertreten", betont Merve Sahin. "Als uns bewusst wurde, wie vielfältig unsere Schule ist, haben wir beschlossen, dies auch nach außen zu tragen", so Schulsprecherin Lena Sperrfechter. Weitere Projekte waren multikulturelle Fußballturniere, die mit der Gustav-Heinemann-Schule organisiert wurden. Dabei kamen Flüchtlingskinder aus den Vorbereitungsklassen beider Schulen in die Mannschaften; im Herbst wird das dritte Turnier gespielt.

Der Weg zur Courage-Schule begann damit, dass die Klassensprecher das Projekt in ihren Klassen vorstellten. 70 Prozent des Tulla-Personals - Schüler, Lehrer, Hausmeister - mussten sich per Unterschrift für das Projekt verpflichten. Den Lohn für das anhaltende Engagement erhielten die Schüler gestern nach Abschluss der beiden Tulla-Sportevents auf dem RTV-Platz. Lena Sperrfechter unterstrich die Bedeutung des Kampfs gegen Rassismus und die Bedeutung von Courage gerade im Hinblick auf die deutsche Geschichte und den Nationalsozialismus. Mit der Übergabe des Zertifikats und eines entsprechenden Schilds für die Außenwand des Tullas sei das Projekt jedoch nicht abgeschlossen. Der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" sei Verpflichtung, betonte Direktorin Andrea Rösch, die der SMV und den betreuenden Lehrern Dr. Claudia Schön und Selina Geist dankte. Sich gegen diskriminierendes Verhalten zu stellen und Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu zeigen, solle am Tulla-Gymnasium selbstverständlich sein.

Da die Schule die 200. ihrer Art im Land ist, gibt es noch einen Gutschein über 1500 Euro für ein Projekt im Sinne des Courage-Themas.

BT, 21.06.2018

 

Neues Digital-Mischpult dank BBBank-Spende

Voller Stolz erklärten die Mitglieder der Tulla-Technik-Ag, welche Möglichkeiten das digitale Mischpult bietet, das dank einer 2000-Euro-Spende der BBBank eG Rastatt erworben werden konnte. So sind nicht nur deutlich mehr Mikrofone als bisher einstellbar, die Regler lassen sich sogar mit einem Tablet aus der Distanz abstimmen.
Schon beim Big Band-Konzert am vergangenen Wochenende wurde die neue Veranstaltungstechnik erfolgreich in der Aula des Tulla-Gymnasiums eingesetzt, wie Schulleiterin Andrea Rösch dem BBBank-Filialdirektor Manuel Köhler und seiner Mitarbeiterin Sabrina Meier bei der Scheckübergabe berichtete. Beeindruckt von dem Engagement der Technik-Crew wurde eine weitere finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von neuen Scheinwerfern in Aussicht gestellt. Das nötige Zubehör für das Mischpult sponsorte der Freundeskreis des Tulla-Gymnasiums.

Schulleiterin Andrea Rösch und die Technik-Crew des Tulla-Gymnasiums bedankten sich für den großzügigen Scheck bei BBBank-Filialleiter Manuel Köhler und seiner Mitarbeiterin Sabrina Meier.

 

Klangliches Urlaubsflair

Big Band des Tulla-Gymnasiums begeisterte bei ihrem Jahreskonzert über 300 Gäste

Blauer Himmel und sommerliche 23 Grad passen ganz hervorragend zum Motto des Jahreskonzertes der Big Band des Tulla-Gymnasiums. Derselben Meinung waren die über 300 Gäste, die sich die „Funky-Latin Melodies“ an diesem Abend in der Schul-Aula nicht entgehen lassen wollten. Das klangliche Urlaubsflair des abwechslungsreichen Programms versüßte die Wartezeit auf die Sommerferien. Die musikalische Leiterin Elvira Hofmann verknüpfte ausgewählte Titel aus den Bereichen Jazz, Funk, Latin, Pop und Rock zu einem bunten Abend für jeden Geschmack von „Watermelon Man“ über „Africa“ und „Superstition“ bis hin zum mitreißenden „Mission Impossible Theme“. Nach einem schwungvollen Einstieg der rund 30 jungen Talente mit dem Titelsong von „Hawaii-Five-O“ begrüßte Schulleiterin Andrea Rösch die zahlreichen Musikinteressierten und ehemaligen Tullaner zur Traditionsveranstaltung der Big Band. Auch die ehemalige Schulleiterin Ute Beltermann plant diesen Termin jedes Jahr fest ein und saß ganz vorne. „Einmal Tullaner, immer Tullaner“ zitierte Andrea Rösch ihren Amtsvorgänger Peter Blessing. Das Tulla-Motto schlug sich auch in der Orchesterbesetzung nieder, denn mit Cedric Lachermaier war der Formation ein ehemaliger Schüler erhalten geblieben, der mit seinem professionellen Solospiel an der Posaune glänzte. Die meisten Orchestermitglieder haben bereits in der fünften Klasse in der Small Band angefangen mitzuwirken. Auch der aktuelle Nachwuchs gestaltete einen Teil dieses Abends mit. So entfaltete sich der imposante Big-Band-Sound vor allem beim gemeinsam interpretierten Bon-Jovi-Hit „Livin’ On A Prayer“ sowie dem Klassiker „Minnie, The Moocher“, dem sich niemand entziehen konnte, als der Scatgesang von Altsaxofonen instrumental übernommen wurde. Die Big Band wartete mit durchweg hochklassigen Solisten auf. Wladimir Kostic wurde beispielsweise mit den Soli seines Baritonsaxofons beim „Blues Bari Pie“ begeistert beklatscht. Auch Andrea Quint wusste ihr Tenorsaxofon beim tänzerischen „Sabor De Cuba“ gekonnt einzusetzen und sorgte für gute Laune bis in die letzte Reihe. Am Klavier begleitet von Maximilian Meier, glänzte Nick Eckhardt gesanglich bei „It Had Better Be Tonight“. Zur Big Band gehört natürlich auch der Swing und so gab es zuletzt mit „That’s It“ noch etwas flotten Großstadtflair auf die Ohren. Die enthusiastischen Musiker haben unter der Leitung von Hofmann das richtige Gespür für den gemeinsamen Klang entwickelt und das riss die Zuhörer mit. Nach einem zweistündigen Konzert und mehr als einem Dutzend anspruchsvoller Musiktitel bekamen alle Solisten noch einmal die Gelegenheit, ihr Können zu beweisen, wobei vor allem das Drum-Solo von Konstantin Kölmel bejubelt wurde. Andrea Rösch schwärmte am Ende des Abends: „Ich bin der Meinung, es war ein ganz ganz tolles Konzert!“ Dem stimmte der nicht enden wollende Applaus des Publikums lautstark zu.

Elisa Walker (BNN, 18.06.2018)



 

DELF-Prüfung am Tulla-Gymnasium im 11. Jahr  

Französisch-AG erfreut sich weiterhin großer Nachfrage

Wie jedes Jahr so meldeten sich auch im Schuljahr 2016/17 interessierte Schüler und Schülerinnen zur DELF- AG an, um am Ende des Schuljahres ihre schriftliche und mündliche Prüfung erfolgreich abzulegen, mit dem Ziel , das DELF-Diplom zu erhalten.
In diesem Schuljahr waren dies ausschließlich Schüler und Schülerinnen der 9. bzw. 10.Klasse, wobei es galt, sich auf das Niveau A2 + B1 vorzubereiten.   
Montags in der Mittagspause, wenn die anderen Schüler in ihre wohlverdiente Mittagspause gingen, drückten die zwölf Teilnehmer erneut die Schulbank, um in den vier Bereichen Hören, Lesen, Schreiben und Reden fit zu werden, was durch ständiges Üben, Wiederholung der Grammatik und Erweiterung des Wortschatzes erzielt wurde.
Dieses Jahr gab es allerdings die Besonderheit, dass fünf der zwölf Schüler die Prüfung bereits nach dem ersten Halbjahr ablegen wollten, um sich so besser im zweiten Halbjahr auf die Hauptfächer konzentrieren zu können. Für diese fünf Aspiranten war die schriftliche Prüfung schon im Januar und die mündliche Prüfung schloss sich gut zwei Wochen später an. Bei diesen fünf Schülern handelt es sich ausschließlich um 10-Klässler: Vanessa KIEFER, Moritz MÜLLER, Nils RAUSCHER, Lena SPERRFECHTER und Niklas WALZ. Dass alle bestanden haben, wurde sechs Wochen später mitgeteilt, was bei den Schülern mit großer Freude aufgenommen wurde, aber auch mit Stolz, da einige eine sehr hohe Punktzahl erreicht hatten.
Während der erste Teil der Gruppe Anfang Februar ihre Pflicht erfüllt hatte, hieß es für den Rest der Truppe, noch gut vier Monate durchzuhalten. Am Samstag, dem 24.Juni war es dann soweit: die schriftliche Prüfung stand bundesweit und so auch am Tulla an, sie dauerte je nach Niveau zwischen zwei bis drei Stunden. Die Schüler bzw. Schülerinnen, die sich dieser Aufgabe stellten, waren aus der 9. Klasse (Meltem KARAAGAC,  Cedric DASINGER) bzw. aus der 10. Klasse (Faruk AKPINAR, Cagla KARAAGAC, Leonie FRAUNDORF, Emma MÜLLER, Jessica RIEHL und Merve SAHIN).
Das Mündliche folgte dann knapp zwei Wochen später. Die Muttersprachlerin vom Centre culturel franco-allemand in Karlsruhe prüfte die einzelnen Schüler je nach Niveau zwischen 20 und 40 Minuten, was alle mit mehr oder weniger großer Nervosität überstanden.


Nach langem Warten kam Ende des letzten Schuljahres die langersehnte Nachricht, dass alle bestanden haben. Die Diplome ließen aber noch auf sich warten lassen. Diese konnten vor kurzem von Schulleiterin Andrea Rösch überreicht werden, die wie schon im letzten Jahr die Motivation und das Durchhaltevermögen der Teilnehmer positiv hervorhob und die gute Leistung anerkannte.
Bleibt noch nachzutragen, dass diese DELF-Prüfung standardisiert, weltweit anerkannt und nicht nur im Studium, sondern auch bei einer Bewerbung von großem Vorteil ist.
Nächstes Jahr geht das Tulla in die 11. Runde und kann auf 10 erfolgreiche Jahre zurückblicken. In der Hoffnung, dass sich weiterhin an der französischen Sprache interessierte Schüler anmelden werden, um am Ende für ihr Engagement belohnt zu werden, freut sich die betreuende Lehrerin, Oberstudienrätin Monika Gergen, schon jetzt auf die nächste Runde.

 

 

Wenn die Irren gar nicht die Irren sind

Tulla-Theater führt Dürrenmatts „Die Physiker“ auf / Überzeugendes Spiel in traditionellem Bühnenbild

„Was einmal gedacht ist, wird auch gemacht.“ Lässt sich der Missbrauch von Wissenschaft verhindern? Oder geraten die Erkenntnisse immer auch in die falschen Hände? Am Wochenende wagten 15 Schüler des Tulla-Theaters unter der Leitung von Martina Kaltenbach nach wochenlanger intensiver Probenarbeit mit Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ erstmals den Sprung in die große Theaterwelt.

Rund 200 Besucher erlebten am Freitagabend bei freiem Eintritt in der Schulaula die gefeierte Premiere der 1961 entstandenen Tragikomödie. Der Schweizer Dramatiker mit Hang zum Grotesken und Absurden hatte das mahnende Stück, das die zeitlos aktuelle Frage nach der ethischen Verantwortung der Wissenschaft für ihre Erkenntnisse und deren Verwendung stellt, vor dem Hintergrund des atomaren Wettrüstens in der Hochphase des „Kalten Krieges“ verfasst. Am Samstag wurden „Die Physiker“ erneut aufgeführt. Für viele der jungen Akteure aus der Klassenstufe acht bis zur Kursstufe zwei war es nach den Jugendstücken „Lara Kraft oder Wer ist die Schönste im WWW“ und „Räuber. Schiller für uns“ bereits die dritte Produktion, an der sie mitwirkten. Auf einer Bühne mit Sofa, Sesseln, Tisch, Stehlampe und Staffelei mit Ahnen-Porträts überzeugten sie in einer traditionellen Inszenierung durch Spielfreude und Textsicherheit. Souffleuse Santou Hima Oumarou war quasi arbeitslos. Dafür hatte Richard Voß (Kristofer Schok) in den zwei Stunden umso mehr zu tun. Der Kriminalinspektor bekommt es in einer einst feudalen Villa, die jetzt Teil eines Privatsanatoriums ist, nacheinander mit drei Mordfällen zu tun. Als Killer entpuppen sich drei offenbar wahnsinnige Physiker, die ihre sie liebenden Pflegerinnen um die Ecke bringen. Der eine behauptet Albert Einstein (Selen Akbulut) zu sein, der andere Isaac Newton (Fabian Thomas). Und dem Dritten, Johann Wilhelm Möbius (Leonie Hürst), erscheint angeblich König Salomo. Geleitet wird das Irrenhaus von der Psychiaterin Mathilde von Zahnd (Silke Herp). Die bucklige alte Jungfer gibt die mütterliche Samariterin und suggeriert dem Inspektor, die Morde seien auf die Arbeit der Physiker mit radioaktiven Stoffen zurückzuführen und somit „Taten“ von Kranken. In Wahrheit morden, Pardon „töten“ die Physiker aber nicht, weil sie krank sind, sondern weil sie um ihre Geheimnisse fürchten. Einstein und Newton sind Agenten rivalisierender Geheimdienste. Sie wollen in den Besitz der von Möbius entdeckten „Weltformel“ gelangen, die in den falschen Händen zur Vernichtung der Menschheit führen könnte. Genau davor will Möbius die Welt bewahren. Dafür inszeniert er bei einem Besuch seiner Ex-Frau Lina Rose (Lea Herold), deren Neu-Ehemann, Missionar Oskar Rose (Natalie Tschierske), und Möbius’ drei Kindern (Malena Hürst, Svea Kaspryk und Annina Wissert, die auch die Polizisten verkörpern) einen apokalyptischen König Salomo-Vortrag. Um nicht in „Freiheit“ zu gelangen und die Menschheit zu gefährden, erdrosselt er seine Pflegerin Monika Stettler (Klara Müller) und vernichtet seine „Weltformel“. Es gelingt ihm sogar einen Pakt mit Newton und Einstein zu schließen, doch zu spät: Das Stück nimmt ganz nach Dürrenmatts Dramentheorie die „schlimmstmögliche Wendung“: Die Irrenärztin ist die einzig wirkliche Irre. Im Gegensatz zu Möbius glaubt Zahnd tatsächlich im Auftrag König Salomos zu handeln. Sie hat die Formel kopiert und will damit die Weltherrschaft erringen. Die als verrückt gebrandmarkten Physiker bleiben im Irrenhaus und können die Pläne der Wahnsinnigen nicht verhindern.

Ralf Joachim Kraft (BNN, 27.11.2017)

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Junge Darsteller mit großer Spielfreude

Theater-AG des Tulla-Gymnasiums führt "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt auf 

Rastatt (xes) - Nach bereits zwei in der Vergangenheit gezeigten Jugendstücken entschloss sich die Theater-AG des Tulla-Gymnasiums, diesmal ein Erwachsenenstück aufzuführen. Zusammen mit ihrer Lehrerin Martina Kaltenbach entschieden sich die Schüler im Frühjahr für die Tragikomödie "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt - in Buchform 1961 erschienen und eines der meist gespielten Stücke auf deutschsprachigen Theaterbühnen.

Dürrenmatt, Schweizer Dramatiker mit Hang zum Grotesken und Absurden, sah sein Theaterstück als Symbol für die zu Beginn der 1960er Jahre angespannte internationale Weltlage sowie den Einfluss der Wissenschaft auf globale Konflikte und ihre Verantwortung für die Menschheit.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Physiker, die sich als Geisteskranke ausgeben. Der erste, Ernst Heinrich Ernesti, behauptet Albert Einstein zu sein; Selen Akbulut verkörperte diese Rolle als ein von der Welt abgewandter Wissenschaftler. Der zweite, Herbert Georg Beutler, hält sich angeblich für Isaac Newton, hier lässig von Fabian Thomas gespielt. Der dritte, Johann Wilhelm Möbius, entdeckt die sogenannte Weltformel, die in den falschen Händen zur Vernichtung der gesamten Menschheit führen könnte. Diese Hauptrolle interpretierte Leonie Hürst glaubwürdig und textsicher als ein von Zweifeln geplagtes Genie. Mit seiner Behauptung, ihm erscheine König Salomo, will Möbius sich selbst unglaubwürdig machen und so dem Missbrauch seiner revolutionären Entdeckung vorbeugen.

Ernesti und Beutler hingegen sind in Wahrheit Agenten rivalisierender Geheimdienste und haben sich nur in diese Anstalt einweisen lassen, um an Möbius? Erkenntnisse zu gelangen und diese für ihre Zwecke zu missbrauchen.

"Die schlimmstmögliche Wendung"(Dürrenmatt über sein eigenes Stück) nimmt die Geschichte, als sich herausstellt, dass die Chefärztin des Irrenhauses, Mathilde von Zahnd, die eigentliche Verrückte ist. Bestens im Bilde über die wahre Identität der drei Physiker, kopiert von Zahnd heimlich die Forschungsunterlagen von Möbius, um die Weltherrschaft zu erlangen. Silke Herp in der Rolle der Ärztin von Zahnd bewies ein gutes Timing in ihren Pointen und ironischen Sätzen, die das Theaterstück auflockerten.

Das halbe Jahr Proben hat den jungen Schülern der Klassenstufen 8 bis KS2 die Sicherheit gegeben, nicht nur textsicher ihre Rollen zu interpretieren, sondern auch gekonnt den Raum auf der Bühne auszufüllen. Betont cool war auch die Rolle des Inspektors Voß angelegt. Kristofer Schok spielte ihn sympathisch mit schwarzem wehenden Trenchcoat und permanenter Zigarette im Mund. Gut aufgelegte Darsteller und viel Spielfreude ließen in der Aula des Tulla-Gymnasiums keine Langeweile aufkommen.

Die gelungene Premiere fand großen Applaus bei den 80 Zuschauern, immer wieder mussten sich die Darsteller vor ihrem Publikum verneigen. Deutschlehrerin Martina Kaltenbach freute sich mit ihren Theatereleven über den Erfolg.

(BT, 27.11.2017)

 

 

Arbeiten sollen Ende 2018 abgeschlossen sein 

Energetische Sanierung am Tulla-Gymnasium in Rastatt / Auch Brandschutz und Barrierefreiheit im Blick 

Obwohl gerade Sommerferien sind, herrscht auf dem Schulgelände des Rastatter Tulla-Gymnasiums alles andere als Ruhe. Dort laufen die Arbeiten für die Erneuerungen der Fassade. Die Arbeiten kosten rund 4,1 Millionen Euro; 1,6 Millionen Euro kommen aus einem Förderprogramm vom Bund.

Bei einem Teil des mehr als 50 Jahre alten Gebäudes wurden die Betonplatten, die als Verkleidung der Fassade dienen, schon entfernt. "Es ist eine zweischalige Konstruktion", erklärt Architekt Michael Heid. Innen befinden sich die tragenden Elemente. Diese sind intakt und können beibehalten werden. Die äußere Betonverkleidung hingegen weise überall Abplatzungen auf. Da deshalb immer wieder Bröckchen herunterfallen, war die Sicherheit auf dem Schulgelände nicht mehr gewährleistet, was eine rasche Sanierung notwendig machte.

Auch energetisch soll das Gymnasium auf einen neuen Stand gebracht werden. Dafür wird auf die bestehende Tragschale eine neue Dämmung aufgebracht. Statt der vier bis fünf Zentimeter dicken Heraklith-Dämmung wird es eine 16 Zentimeter dicke Mineralfaserschicht geben. Die Energieeinsparung prognostiziert Architekt Heid auf 50 Prozent.

Zur Fassadenerneuerung gehören des Weiteren der Austausch der Fenster und ein neuer Sonnenschutz. Als Verkleidung dienen künftig glatte weiße Aluminiumkassetten statt der Betonplatten. Im Kontrast dazu stehen Fenster und Sonnenschutz, die dunkelgrau werden sollen.

Die Sanierung ist in drei Abschnitte unterteilt. Begonnen wurde mit der Südseite, im Uhrzeigersinn will man ums Gebäude herumwandern. Die Bauarbeiten finden in enger Abstimmung mit Stadt und Schulleitung statt, um die rund 800 Schüler nach Ferienende so wenig wie möglich zu stören. Komplett wird das aber nicht möglich sein. "Es ist eben eine Baustelle, es geht nicht ganz ohne Beeinträchtigungen", betont Heid.

Abgeschlossen sollen die Arbeiten Ende 2018 sein. "Wir sind zuversichtlich, dass das klappt." Anfang 2018 starten parallel zur Fassadensanierung die Arbeiten für Brandschutz und Barrierefreiheit. Am Gebäude entstehen dabei zwei Treppentürme sowie ein Aufzug. Im Gebäude wurden bereits vergangenes Jahr Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Brandschutz und Barrierefreiheit schlagen mit 1,75 Millionen Euro zu Buche. Für die Erneuerung der sanitären Anlagen, die zum Großteil vergangenes Jahr abgeschlossen wurden, hat die Stadt 750000 Euro ausgegeben.

(BT, 28.08.2017)

 

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